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Die Schafe hinter Burel

In Serra da Estrela wächst die Wolle im Rhythmus der Herden, die seit Jahrhunderten unsichtbar an dieser Landschaft mitwirken - als hätte das Land selbst gelernt, durch sie zu wachsen.

Portugal. Land der Wolle.

Das Wollhandwerk in Portugal blickt auf mehr als acht Jahrhunderte Geschichte zurück. Es gibt 16 einheimische Schafrassen, die nach der Art ihrer Wolle in drei große Familien eingeteilt werden: Churra, Bordaleira und Merino. Faserstärke, Länge, Kräuselung und Struktur unterscheiden sich und bestimmen die Möglichkeiten der textilen Verarbeitung.

Bordaleira: die Wolle der Berge

Das Bordaleira-Schaf aus Serra da Estrela, die prägendste Schafrasse der Region, ist an große Höhen und raues Klima angepasst. Seine Wolle spiegelt diese Umgebung wider: Sie ist länger und kräftiger als Merinowolle, zugleich aber feiner und gleichmäßiger als Churra-Wolle. Die Fasern besitzen eine sanfte Kräuselung, Volumen und relative Gleichmäßigkeit. So entsteht ein widerstandsfähiger und formbarer Rohstoff. Diese Wolle bildet die historische Grundlage von Burel.

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Churra Mondegueira: die Kraft des Rustikalen

Die Churra Mondegueira zeichnet sich durch lange, kräftige und weniger gleichmäßige Fasern aus. In einer einzigen Fasersträhne finden sich längere, gröbere und glattere Fasern neben kürzeren, feineren und gewellten. Sie mag ungezähmt wirken, doch genau in dieser Ursprünglichkeit liegt ihre Stärke: Sie verleiht Widerstandskraft, Volumen und Charakter - wesentliche Eigenschaften für robuste, langlebige Textilien.

Merino: fühlbare Weichheit

Merinowolle zeichnet sich durch außergewöhnlich feine, elastische und weiche Fasern aus und wird gerade dafür besonders geschätzt. In Portugal gibt es drei Merinorassen, die vor allem an die Landschaften des Südens angepasst sind. Aus diesem edlen Rohstoff, geschätzt für Weichheit und Langlebigkeit, fertigen wir die Decken der Burel Factory.

Decken der Burel Factory

Burel. Landschaft wird Material.

Wolle ist mehr als ein natürlicher Rohstoff. Sie ist ein Dialog zwischen den Generationen, Mensch und Land, sichtbar in der Haltung und Ernährung der Schafe, im Klima, in der Höhenlage und im Wesen des Tieres selbst.

Im Lauf der Zeit lernten die Berggemeinschaften, Unterschiede zwischen den Fasern zu erkennen und sie verschiedenen Textilien zuzuordnen. Dieses überlieferte Wissen bildet das Erbe, das uns heute inspiriert und dessen Aufwertung wir zu unserer Aufgabe gemacht haben. Burel ist in Material verwandelte Landschaft. Es ist der rote Faden von Serra da Estrela: Schaf und Hirte, Gemeinschaft und Industrie, Erbe und Identität, Nachhaltigkeit, Design, Innovation, Akustik und Komfort.

Wolle erzählt die Geschichte ihrer Herkunft. In der Burel Factory führen wir diese Geschichte weiter, bewahren das Wissen von Generationen und verwandeln es durch Design und Innovation in ein Material mit Zukunft.

Isabel Costa, CEO